Der Ursprungsbau des Albertinums entstand 1559-1563 als Zeughaus und zählte zu den bedeutendsten Renaissancebauten in Dresden. Seine heutige Gestalt erhielt das Albertinum durch den Umbau zu Museumszwecken in den Jahren 1884-1887.
Ziel der grundhaften und umfassenden Fassadeninstandsetzung war ein homogenes und einheitliches Gesamtbild bei gleichzeitigem Einsatz von acht unterschiedlichen Steinmetzbetrieben.


Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts zeigen die Sandsteinfassaden des Albertinums den Stil der italienischen Hochrenaissance.
Der umfassenden Instandsetzung der Fassaden ging Umbaumaßnahmen im Gebäudeinneren voran.
Die hauptsächlich der Bewitterung ausgesetzten Seiten – die aufwendig gestaltete Nordostfassade (Brühlsche Terrasse) und die Nordwestfassade – wiesen besonders starke Schäden auf.
Eine besondere Herausforderung stellte die Koordinierung der acht gleichzeitig ausführenden Steinmetzbetriebe dar, die sich durch unterschiedliche Firmenphilosophien und individuelle handwerkliche Handschriften auszeichneten. Es galt, trotz dieser Vielfalt ein einheitliches Gesamtbild der Fassade durchzusetzen.

Voraussetzung für das Vorhaben war eine vollständige Schadenserfassung der ca. 7.500 m² großen Fassadenfläche, die visuell von einer Arbeitsbühne aus erfolgte.
Das dafür angelegte Planraster mit über 400 Einzelplänen erlaubte eine sehr effektive Aufnahme der Schäden und farbige Eintragung nach festgelegten Kriterien.
