Wohnbebauung
Friesenstrasse / An der Waldesruh
Mönchengladbach

Städtebauliche Leitidee des Entwurfes ist die Entwicklung kleinteiliger Wohnformen, die sich in die vorhandene Bebauungsstruktur einfügen. Dabei wird die vorherrschende Satteldachform auf die Neubauten übertragen.

VorhabenNeubau und Sanierung
BauherrKreisbau AG, Mönchengladbach
Kennwert2.850 m² Wohnfläche | 36 Wohneinheiten
Zeitraum2020
LeistungsumfangBeschränkter Realisierungswettbewerb, Anerkennung

Das Projekt im Detail

Die denkmalgeschützten Bestandsgebäude werden von nachträglich angebauten Gebäudeteilen befreit und erscheinen in Ihrer unverfälschten Ursprungsform und -kubatur. Um die Gebäude entstehen differenzierte Freiräume, die als barrierefreie Flächen von Norden aus in Richtung Süden grüner werden und zu vorhandenen Grünbereichen überleiten.

Das Gebiet ist autofrei geplant und an die Stelle von Fahrwegen treten großzügige Grün-, Spiel- und Gartenflächen. Die Entsiegelung vorhandener Belagsflächen sowie die Begrünung der Tiefgarage erhöhen den Grünanteil merklich.

Im nördlichen Wohngebiet 1 entsteht mit einem Mehrfamilienhaus eine eigenständige Gebäudekubatur, die sich durch die Satteldachform und eine gleichmäßige Fassadenteilung der kleinteiligen Struktur der umgebenden Wohnbebauung annähert.

Das südliche Wohngebiet 2 zeichnet sich durch eine Bebauung mit Stadtreihenhäusern aus, die im Kontext mit dem Bestandsgebäude ein Hofensemble bilden. Die Grundrissstrukturen wiederholen sich in den Häusern; im Außenraum unterscheiden sie sich durch die Farbigkeit ihrer Fassaden.

Für den städtebaulichen Ideenteil auf der gegenüberliegenden Straßenseite werden die Stadtreihenhäuser fortgesetzt. Ebenso zieht sich der grüne Hof durch und wird zum Vorplatz eines mehrgeschossigen Baukörpers mit Flachdach, der den westlichen Abschluss des Wohngebietes bildet und sich in seiner Form an den angrenzenden Gebäuden orientiert.